Mittwoch, 30. Juli 2014

Glocken der Clemenskirche (Teil 1)



Die
kleine Glocke

hatte mehrere Vorgängerinnen. Schon im Februar 1850 war sie zersprungen und wurde am 10.7.1850 von Glockengießer Kurtz aus Reutlingen neu gegossen. 1904 zersprang sie wieder und wurde von Glockengießer Kurtz aus Stuttgart (die Firma zog zwischenzeitlich von Reutlingen nach Stuttgart um) neu gegossen. Am 26.6.1917 musste sie abgenommen und an die Materialsammelstelle Tübingen abgegeben werden. Dafür erhielt die Gemeinde 361 Mark. 1922 wurde von Fa. Kurtz in Stuttgart eine neue Glocke gegossen. Sie kostete 16794 Mark.
 
1950 wurde die seit 1942 einzig noch verbliebene kleine Glocke, Gewicht 110 Kg, Durchmesser 59 cm. gegossen 1922 von Kurz in Stuttgart, abgenommen und umgegossen. Ton: D, Gewicht 177 Kg. Durchmesser 68,4 cm. Anschlagton: d‘‘ +1/8 Halbton. Schulter: Unter dem Steg ein Ornament aus den altchristlichen Symbolen Fisch, Kreuz, Anker, umlaufend, sich wiederholend. Ursprünglich war ein Eichenlaub- Ornament vorgesehen. Das vorhandene Modell war aber zu groß für die kleine Glocke und Kurtz empfahl das o.g. Ornament. Vorderseite: Ā Ω Unten: über dem Steg ist eingegossen: ICH LEVTE LEID ICH LEVTE FREVD ICH LEVTE ZEIT VND EWIGKEIT. Rückseite: Oferdingen 1950 mit der Gießermarke Kurtz des Glockengießers KURTZ, Stuttgart.
 
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Zu hören ist sie täglich um 6:00 Uhr beim Morgenläuten, dann beim 11 Uhr läuten (die kleine Glocke beginnt, dann folgt die mittlere Glocke). Dann um 15:00 Uhr das Vesperläuten und um 18:00 Uhr das Abendläuten. Außerdem zur Taufe und beim Vorläuten zur Beerdigung. Natürlich auch zusammen mit den anderen beiden Glocken jeden Samstag um 18:00 Uhr, sonntags zum Gottesdienst und an Neujahr.
Die früheste Erwähnung von 3 Glocken, gegossen 1653 von Glockengießer Hans Konrad FLACH von Schaffhausen, wurden von Oferdingen (und sicher auch anteilmäßig von Altenburg und Rommelsbach) für 500 Gulden angeschafft und läuteten wohl erstmals zur Einweihung der wiedererbauten Kirche am 11.11.1655.
 

Montag, 21. Juli 2014

Clemenskirche, Storchennest

Heute vor 238 Jahren fiel das Storchennest vom Kirchturm herunter

dadurch wurden Kirchturm und Dach beschädigt. 300 Dachplatten gingen zu Bruch und 30 Dachlatten mussten ausgewechselt werden. Die Kosten dafür betrugen 8 Gulden 44 Kreuzer und 3 Heller. (Bildausschnitt Ölbild Vikar Seuffer, 1878/79)

Mittwoch, 9. Juli 2014

Turmuhr an der Clemenskirche

Vor 357 Jahren hatte die Oferdinger Kirche eine Turmuhr und auch ein Turmkreuz bekommen
Erstmals wird 1657 in den Quellen des Kirchenarchives eine Turmuhr und ein Turmkreuz erwähnt. Die Uhrtafel (Zifferblatt) war 6 Schuh im Quadrat und die Zeiger mit Dukatengold vergoldet. 100 Jahre später, 1757 wird vom Schreiner Hans Georg Koch aus Pliezhausen eine neue Uhrtafel gefertigt mit den alten Maßen, aber die Einfassung aus Eichenholz und eisernen Bändern. Das Ganze mit Ölfarbe hell gestrichen. Dazu in allen 4 Ecken der Uhrtafel das württembergische Wappen gemalt und die Zeiger wieder neu vergoldet. Auch das Wetterdächlein wurde rot mit Ölfarbe gestrichen. Wie lange die Uhr und das Kreuz am Turm angebracht waren, ist (noch) nicht bekannt.
Hinweis:  Ein württemb. Schuh misst 29,35 cm demnach war die Uhrtafel (Zifferblatt) 176,7 cm im Quadrat.

Samstag, 5. Juli 2014

Mittwoch, 2. Juli 2014

Schönschrift


Eine 1+ im Schönschreiben ist sicher viel zu wenig für diese hervorragende Handschrift der Oferdinger Heiligenpfleger von 1667-1668  Hans Knapp und David Doscher