Montag, 22. Dezember 2014

An offer for Oferdingen: Wenn Weihnachten X-MAS heißt...

... dann singt man bestimmt auch den uramerikanichen Song Silent Night, Holy Night (auf Deutsch auch etwa "Stille Nacht, Heilige Nacht") gesungen... Die Lollies laden ein in die Festhalle am 2. Christmasday sorry Boxing Day...
Picturedance-Source: Raymond V.

Samstag, 20. Dezember 2014

Bestens organisiert: Gestern war Weihnachtsfeier der Stadt Reutlingen in Oferdingen - Kostenlose Garderobe

Es waren wohl rund 300 Leute (Beamte, Räte, Bürgermeister, Presse etc.), die gestern nach Oferdingen kamen, um - wie alle Jahre wieder - Vor-Weihnachten zu feiern. Die Oferdinger Vereine und Mitarbeiter des Bezirksamtes haben gemeinsam mit der "Hauptstadt", dem Caterer und vielen anderen Helfern einen erstklassigen Job gemacht. Wer übrigens an der Garderobe seinen Mantel abgab, las auf der Theke einen Zettel, der klipp und klar erklärte, dass man
KOSTENLOS SEINE GARDEROBE HIER ABGEBEN DARF.
Es war wohl ein herrlicher Seitenhieb gegen das Management der Stadthalle, das - wenn ich mich recht entsinne - 2013 nur gegen Zahlung eines Obolus den Wintermantel in die Obhut nahm...

Sonntag, 19. Oktober 2014

Endstation war zwar in Altenburg...

... und hie wurde auch der Trauermarsch gespielt, aber die Oferdingen haben am 30. Mai 1970 ebenso gelitten wie vier Jahre später ganz Reutlingen. Am 19. Oktober verabschiedete sich die gesamte Stadt und ihre Nachbargemeinden Pfullingen und Eningen von der Grünen.
Bildertanz-Quelle: Familie Bayer (Altenburg)

Sonntag, 31. August 2014

Nochmals Gasthaus "Rössle" - damit enden meine Blogs zur Oferdinger Historie!

Weitere Angaben zum ehemaligen Gasthaus "Rössle" Pliezhäuser Strasse 8.

Die Inschrift unterhalb des linken Fensters habe ich schon in einem früheren Blog beschrieben. Über das mögliche Alter des Hauses fand ich in der Dissertation von Dietmar H. Voges (im St.Archiv RT) zusätzliche Angaben: Die Haustüre neben dem rundbogigen Tor weist am Türsturz folgende Inschrift auf:  H C S  T M M   1724.  1724 ist vermutlich das Baujahr der Tür, mit Vorbehalt auch das des Fachwerkhauses. Die Buchstaben sind vemutlich die Namensinitialien von 2 Personen, möglicherweise der Eigentümer oder Handwerker bzw. Baumeister.
In das große, steingeleibte rundbogige Tor ist ein Sturzstein positiv eingearbeitet mit dem Handwerkszeug von Schmied und Zimmermann. Rechts vom Sturzstein die Inschrift:
1 (7) F K R M R 2 8. Wahrscheinlich ist die Jahreszahl 1728 zu vervollständigen und gibt das Baujahr der Steinleibung des Tores an. Die Initialen enthalten vermutlich den Namen des Besitzers oder Bauherrn ( F K R ) und seiner Frau ( M R ).
Aufgrund des Ortsfamilienbuches Oferdingen konnte ich die Initialen FKR - MR leider nicht identifizieren. Die einzige Person, die sich auf FKR bezieht ist Friedrich Karl  RUEB. Er ist jedoch schon im Alter von 6 Jahren am 3.11.1717 in Oferdingen verstorben. Sein Vater, Hans Michael RUEB war "ein auf dem Land umterminirender Kessler (=Kupferschmied) von Oberstroh". Dieser war wohl kaum in der Lage, solch ein stattliches Gebäude zu erstellen oder zu besitzen.



Mittwoch, 20. August 2014

Glocken der Clemenskirche (letzter Teil)

Die Glocken der Oferdinger Clemeskirche im Dreiklang.....
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Beeindruckend ist auch der prächtige hölzerne Glockenstuhl aus der Zeit von 1655. Auch ist noch genügend Platz für eine weitere Glocke in der weiträumigen Glockenstube vorhanden.

Mittwoch, 13. August 2014

Glocken der Clemenskirche - (Teil 3)


Große
Glocke:
Zusammen mit noch 2 weiteren Glocken (kleine und mittlere) wurde sie  1653 von Glockengiesser Hans Conrad FLACH aus Schaffhausen gegossen und von der Gemeinde Oferdingen (unter finanz. Beteiligung von Altenburg und Rommelsbach als Filialgemeinden) für 500 Gulden angeschafft. Sie läuteten wohl erstmals zur Einweihung der wiedererbauten Kirche am Sonntag 11.11.1655. Sie ist die einzig noch verbliebene Glocke aus dieser langen Zeit mit einer kurzen Unterbrechung (dazu später mehr). Nur noch ganz wenige Glocken aus der Schaffhausener Giesserei sind heute noch vorhanden in: Trossingen, Winterlingen, Endingen, Weil der Stadt, Wutöschingen und Oferdingen und somit eine Rarität, auf die Oferdingen richtig stolz sein kann. Dabei sollte man nicht vergessen, welche finanzielle Anstrengung es die Kirchengemeinde mit ihren beiden Filialen kostete, nach der fast vollständigen Zerstörung Oferdingens, samt Kirche, Pfarrhaus und Schule am Sonntag Cantate 1638.

Beschreibung: Ton: A Gewicht 400 Kg. Durchmesser 88 cm. Höhe 75 cm. Anschlagton: a‘+1/16 Halbton. Auf der Haube vier Naturblätter. Auf dem Übergang zur Schulter je 2 Akantuspalmetten und geflügelte Engelköpfe. Schulter: Unter 3 Stegen Fries aus schmaler hängender Blüte und breitem Ornamentsmotiv im Knorpelstil als Zentrum Blattmasken. Flanke: Kartusche mit Gießerinschrift: HANS CONRAD / FLACH • VON SCHAF / HAVSEN GOS MICH, darunter 1653. Kronenbügel an der Vorderseite gerippt. Auf der Vorderseite ist ein Kruzifixus gegossen.

Trotz ihres hist. Wertes wurde sie zusammen mit der mittleren Glocke am 12. Febr. 1942 abgenommen und zusammen mit der mittleren Glocke und einer Altenburger Glocke auf einen Pferdeschlitten von Gottlob Raiser verladen und der Materialsammelstelle zugeführt.
Das Bild habe ich entnommen aus der Broschüre "Begegnungen" der ev. Kirchengemeinde: links ist die mittlere Glocke zu sehen, rechts die grosse von Flach, Schaffhausen. In der Mitte die Altenburger Glocke.

Kaum zu glauben, aber wahr:
Mit ca. 90000 anderen Glocken landete sie auf dem zentralen Glockenfriedhof in Hamburg-Veddel unter der Bezeichnung 18-28-81 und wartete dort auf ihre Einschmelzung. Etwa 10-16000 überlebten den Krieg, darunter auch die Oferdinger Glocke von Flach. 1948 erhielt Pfarrer Kraft die Nachricht, dass die Gemeinde ihre Glocke wieder zurückerhalte. Zunächst wurde sie in das Bezirkslager Lünen/Westf. geschickt und von dort aus nach Reutlingen. Für einen Tag am 2.3.1948 lagerte sie bei der Spedition RHENUS, die dafür 10 Mark Lagergebühr verlangte, und kam am selben Tag nach Oferdingen wo sie von den Schulkindern, Lehrer, Pfarrer und der ganzen Gemeinde empfangen wurde. Am Freitag, 5.3. wurde eine Heimkehrfeier veranstaltet und die bis dato namenlose, wiedererlangte Glocke von Pfarrer Kraft auf den Namen: "Friedensglocke" getauft, der darüber ein Gedicht verfasste und vortrug. Die feierliche Inbetriebnahme erfolgte am Konfirmationssonntag Judica (28.3.) 1948. Es wurde bestimmt, dass am Tag der Heimkehr jedes Kriegsgefangenen die Friedensglocke in den späten Abendstunden geläutet werden sollte.

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Frage:
kann sich noch jemand erinnern, wer und wie diese Glocke von der Spedition Rhenus am Reutlinger Güterbahnhof nach Oferdingen transportierte? Es wäre das letzte Glied in der schlüssigen, fantastischen Glockengeschichte.



Mittwoch, 6. August 2014

Glocken der Clemenskirche (Teil 2)



Die mittlere
Glocke
(Gebetsglocke):

Gewicht 259 Kg, Durchmesser 77 cm. Anschlagton: c‘‘+1/16 Halbton, gegossen 1950 von der Glockengiesserei KURTZ Stuttgart. Auf der Vorderseite ist ein Kreuz eingegossen. Schulter: Unter dem Steg ein Band aus sich überkreuzenden Ähren. Unten über dem Steg ist zu lesen:
O LAND, LAND, HOERE DES HERRN WORT 

Auf der Rückseite: Oferdingen 1950 mit der Gießermarke Kurtz des Glockengießers KURTZ, Stuttgart.

Geläutet wird sie täglich um 11 Uhr nach der kleinen Glocke und um 20:15 Uhr. Zum Gottesdienst beim Vorläuten um 9:30 und 10:00 Uhr und natürlich beim "Zusammenläuten" zu Gottesdiensten, Hochzeiten, Beerdigungen, jeden Samstag um 18:00 Uhr und beim Einläuten des Neuen Jahres.
Ihre Vorgängerin wurde 1922 von Fa. Kurtz in Stuttgart gegossen und 1940 der "Materialreserve" zugeführt. Davor war eine Glocke, gegossen 1778 von Glockengießer Christ. Ludwig Neubert in Ludwigsburg. Sie wurde 1917 ebenfalls der "Materialreserve" zugeführt.

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Mittwoch, 30. Juli 2014

Glocken der Clemenskirche (Teil 1)



Die
kleine Glocke

hatte mehrere Vorgängerinnen. Schon im Februar 1850 war sie zersprungen und wurde am 10.7.1850 von Glockengießer Kurtz aus Reutlingen neu gegossen. 1904 zersprang sie wieder und wurde von Glockengießer Kurtz aus Stuttgart (die Firma zog zwischenzeitlich von Reutlingen nach Stuttgart um) neu gegossen. Am 26.6.1917 musste sie abgenommen und an die Materialsammelstelle Tübingen abgegeben werden. Dafür erhielt die Gemeinde 361 Mark. 1922 wurde von Fa. Kurtz in Stuttgart eine neue Glocke gegossen. Sie kostete 16794 Mark.
 
1950 wurde die seit 1942 einzig noch verbliebene kleine Glocke, Gewicht 110 Kg, Durchmesser 59 cm. gegossen 1922 von Kurz in Stuttgart, abgenommen und umgegossen. Ton: D, Gewicht 177 Kg. Durchmesser 68,4 cm. Anschlagton: d‘‘ +1/8 Halbton. Schulter: Unter dem Steg ein Ornament aus den altchristlichen Symbolen Fisch, Kreuz, Anker, umlaufend, sich wiederholend. Ursprünglich war ein Eichenlaub- Ornament vorgesehen. Das vorhandene Modell war aber zu groß für die kleine Glocke und Kurtz empfahl das o.g. Ornament. Vorderseite: Ā Ω Unten: über dem Steg ist eingegossen: ICH LEVTE LEID ICH LEVTE FREVD ICH LEVTE ZEIT VND EWIGKEIT. Rückseite: Oferdingen 1950 mit der Gießermarke Kurtz des Glockengießers KURTZ, Stuttgart.
 
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Zu hören ist sie täglich um 6:00 Uhr beim Morgenläuten, dann beim 11 Uhr läuten (die kleine Glocke beginnt, dann folgt die mittlere Glocke). Dann um 15:00 Uhr das Vesperläuten und um 18:00 Uhr das Abendläuten. Außerdem zur Taufe und beim Vorläuten zur Beerdigung. Natürlich auch zusammen mit den anderen beiden Glocken jeden Samstag um 18:00 Uhr, sonntags zum Gottesdienst und an Neujahr.
Die früheste Erwähnung von 3 Glocken, gegossen 1653 von Glockengießer Hans Konrad FLACH von Schaffhausen, wurden von Oferdingen (und sicher auch anteilmäßig von Altenburg und Rommelsbach) für 500 Gulden angeschafft und läuteten wohl erstmals zur Einweihung der wiedererbauten Kirche am 11.11.1655.
 

Montag, 21. Juli 2014

Clemenskirche, Storchennest

Heute vor 238 Jahren fiel das Storchennest vom Kirchturm herunter

dadurch wurden Kirchturm und Dach beschädigt. 300 Dachplatten gingen zu Bruch und 30 Dachlatten mussten ausgewechselt werden. Die Kosten dafür betrugen 8 Gulden 44 Kreuzer und 3 Heller. (Bildausschnitt Ölbild Vikar Seuffer, 1878/79)

Mittwoch, 9. Juli 2014

Turmuhr an der Clemenskirche

Vor 357 Jahren hatte die Oferdinger Kirche eine Turmuhr und auch ein Turmkreuz bekommen
Erstmals wird 1657 in den Quellen des Kirchenarchives eine Turmuhr und ein Turmkreuz erwähnt. Die Uhrtafel (Zifferblatt) war 6 Schuh im Quadrat und die Zeiger mit Dukatengold vergoldet. 100 Jahre später, 1757 wird vom Schreiner Hans Georg Koch aus Pliezhausen eine neue Uhrtafel gefertigt mit den alten Maßen, aber die Einfassung aus Eichenholz und eisernen Bändern. Das Ganze mit Ölfarbe hell gestrichen. Dazu in allen 4 Ecken der Uhrtafel das württembergische Wappen gemalt und die Zeiger wieder neu vergoldet. Auch das Wetterdächlein wurde rot mit Ölfarbe gestrichen. Wie lange die Uhr und das Kreuz am Turm angebracht waren, ist (noch) nicht bekannt.
Hinweis:  Ein württemb. Schuh misst 29,35 cm demnach war die Uhrtafel (Zifferblatt) 176,7 cm im Quadrat.

Samstag, 5. Juli 2014

Mittwoch, 2. Juli 2014

Schönschrift


Eine 1+ im Schönschreiben ist sicher viel zu wenig für diese hervorragende Handschrift der Oferdinger Heiligenpfleger von 1667-1668  Hans Knapp und David Doscher

Freitag, 6. Juni 2014

Montag, 2. Juni 2014

Gesehen in Oferdingen (1/5)

Zu was für einer Maschine gehört dieses Teil?

Bildertanz-Foto: Jürgen Reich
Morgen folgt ein weiteres Teil ...

Montag, 26. Mai 2014

Stadtratswahl: So wählte Oferdingen

Oferdingen
Vorläufiges Endergebnis (2 Wahlbezirke)
 CDU 
  37,9 %     8.363  
 SPD 
  18,2 %     4.023  
 GRÜNE 
  12,2 %     2.696  
 FWV 
  17,4 %     3.835  
 FDP 
  6,5 %     1.437  
 WiR 
  4,4 %     971  
 Linke Liste RT 
  3,3 %     734  
Bildertanz-Quelle: Stadt Reutlingen

Wahlergebnis: Der Click nach Oferdingen

. Hier ist jedenfalls der direkte Click zum Wahlergebnis

Samstag, 24. Mai 2014

Clemenskirche

Die Clemenskirche 1879 mit Storchennest und Waschhaus und Neckarschiff

Ölbild 1879 von Vikar Seuffer aus einem Zeitungsartikel

 

Dienstag, 20. Mai 2014

Oferdinger Kirche

 

Turmuhr und Turmkreuz an der Oferdinger Clemenskirche 

 
 
Dass der Kirchturm auch mit einem Kreuz ausgestattet war, das bezeugt der Eintrag: „Dem Mahler zu Reutlingen von dem Creiz ufm Thurm zu mahlen geben  30 Kreuzer“. Dazu links eine Notiz: "Uhr. M(agister). Martiny Haydeckher Pfarrer"  "Jacob Reicheneckher Schultheiß"
 
Bei der Durchsicht alter Akten im Pfarrhaus Oferdingen zu den Glocken der Clemenskirche, fand ich in den nur teilweise erhaltenen Heiligenpfleger- Rechnungen Anhaltspunkte, die auf die Existenz einer Uhr bzw. Turmuhr verweisen.   Das Dorf Oferdingen wurde  während des 30-jährigen Krieges am Sonntag, 22.April 1638 fast vollständig von bayrisch-götzischen Truppen zerstört. Darunter  auch die Kirche und das Schulhaus.  Erst 7 Jahre später war der Wiederaufbau beendet und die Kirche wurde am 11.11.1655 eingeweiht. Vor dem Brand hatte die Kirche ein spitzes Dach. Nach 1638 wurde der Turm mit ca. 2 Meter dicken Mauern um ein Stockwerk erhöht (mit wesentlich schwächeren Mauern) und dort die „Glockenstube“ eingerichtet, darüber ein einfaches Satteldach.

Um 1657/58 wurde wohl eine Turmuhr eingerichtet, darauf verweisen eindeutig die Heiligenpfleger- Rechnungen. Es ist aber unklar, ob es nun eine Uhr für das Schlagwerk und eine für die Anzeige am Kirchturm gab (verschiedene Uhrmacher) oder nur eine einzige für beide Tätigkeiten. Die vielen Reparatur- und Wartungserwähnungen in den Rechnungen geben leider dazu keine eindeutige Auskunft.  Ständig mußten auch Seile für Glocken und Uhr repariert oder erneuert werden. Diese wurden immer von „Sayler Beckh in Reutlingen“ bezogen. Als Uhrmacher sind in den Rechnungen genannt: Paul Peter Boffintzer(?) „aus der freien Reichsstadt Eßlingen“, 1658 wird ein Uhrmacher aus Reutlingen genannt  und später ab 1691 und 1693 Uhrmacher Näher von Reutlingen.

Besonders interessant ist der Eintrag vom 12. August 1657: Der Maler zu Reutlingen, Bernhard Herrmann hat die Uhrtafel, die 6 Schuh hoch war, gemalt und den Zeiger mit Dukatengold „vergüldet“. Wie lange an der Oferdinger Kirche eine Turmuhr angebracht war, ist mir nicht bekannt.